Diamond Head Crater und Hanauma Bay

Aloha,

gestern Abend habe ich meinen ersten Sonnenuntergang am Waikiki Beach genossen und es war sehr schoen. Anschliessend habe ich entdeckt, dass am Strand eine kostenlose Hula-Vorfuehrung statt fand und so hab ich die natuerlich noch eine Weile angeschaut, ist ja klar, oder, denn auch deshalb fliegt man ja nach Hawaii.

Nachdem ich heute endlich mal wieder ein bisschen laenger schlafen konnte, bin ich dann gegen Mittag mit dem Bus zum Diamond Head Crater gefahren. Dieses National Monument ist ein rund 250 m hoher Vulkancrater auf dem alte Verteidigungsanlagen gebaut, jedoch nie wirklich benutzt wurden, sprich beim Angriff auf Pearl Harbour haben sie versagt. Der Aufstieg ist zwar nur knapp 1,5 km lang, jedoch gehts schweisstreibende 230 m nach oben ueber schmale Wege am Kraterrand oder ueber unzaehlige Treppen und durch Tunnels. Oben angekommen wird man jedoch von dem tollen Ausblick ueber Honolulu und Waikiki belohnt und wer will kann sich sogar noch ein Zertifikat ausstellen lassen. Ich wollte nicht…
Meine persoenliche Belohnung hab ich dann anschliessend genossen. Auf dem Weg  zurueck habe ich mir ein „shave ice“ gegoennt. Das ist wohl eine hawaiianische Spezialitaet und zwar stark zerkleinertes Eis mit Fruchtsirup getraenkt. Schmeckt sehr gut und erfrischt!

Die naechste Belohnung kam dann in Form von Hanauma Bay. In dieser Bucht, ebenfalls ein ehemaliger Vulkankrater, wachsen Korallenriffe bist direkt an Strand. Im Vorfeld habe ich mir dann ne Tauchermaske und Schnorchel gekauft und bin dann dort schnorcheln gegangen und es war sehr gemuetlich. Lange nicht so spektakulaer wie am Great Barrier Reef oder dem Ningaloo Reef in Australien, jedoch war ich alleine, hunderte andere waren auf der anderen Seite der Bucht, und konnte so voll und ganz die suesse Meeresschildkroete beobachten und fotografieren, welche eine ganze Weile seelenruhig vor mir herschwamm. Einfach wunderbar, denn deswegen bin ich dorthin gefahren! Zudem habe ich noch einige andere farbenfrohe Fische gesehen, die Schildkroete war jedoch der Hoehepunkt 😎

Den Sonnenuntergang hab ich heute knapp verpasst, denn ich war noch auf dem Rueckweg und zwischen den Hochhaeusern, den Anfang der naechsten Hula-Vorfuehrung hab ich jedoch wieder gesehen 😉

Nun werde ich mal versuchen ob sich meine Planungen fuer meine Tage in Hawaii auch so buchen lassen…

Mahalo! (Danke) 🙂

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Aloha aus Hawaii :-)

Nach einer kurzen Nacht, hiess es heute morgen um 5 Uhr schon wieder raus aus der Kiste und ab gen Flughafen.

Dort beim Einchecken hab ich dann leider meine mit den letzten Kiwidollar gekaufte Flasche Wein noch im Handgepaeck gehabt und diese wurde mir dann dank den bescheuerten Regeln fuer das Transportieren von Fluessigkeiten abgenommen. ;-(

Nun denn, ansonsten hat alles geklappt und ich bin dann nach einem 6stuendigen Flug gut in Honolulu angekommen.

Nachdem ich im Hostel eingecheckt habe, war ich eben kurz am beruehmten Waikiki Beach und hab die Strandatmosphaere geschnuppert. Die Planung fuer die naechsten Tage steht noch immer nicht genau, aber das wird sich demnaechst aendern. Hoffe ich jedenfalls.

So, da dieses Internetcafe unverschaemte 10 US$ pro Stunde verlangt halte ich mich kurz und schicke ein paar sonnig-warme Gruesse mitten aus dem Pazifik gen Deutschland.

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Angekommen in LA

Da bin ich nun also, angekomen in LA bevor ich abgeflogen bin und es ist immer noch ein langer Tag.Der Flug war soweit OK, jedoch waren die Sitze fuerchterlich eng, aber zu meinem Glueck sass neben mir niemand, so dass ich mich breit machen konnte und  ein wenig schlafen konnte.Mein Rucksack ist dann doch ohne Probleme angekommen und so bin ich gleich zum Hostel nach Santa Monica. Dort war ich im Oktober 05 schon einmal, als ich mit Christoph die Westkueste bereist habe. Das ist gut, denn so kommt es mir hier bisschen bekannt vor.Was mir hier jedoch sehr deutlich auffaellt ist, dass ich hier in den paar Stunden in denen ich jetzt hier bin, schon viel mehr Obdachlose gesehen habe, als im vergangenen halben Jahr in Australien und Neuseeland zusammen. Zudem labern die Leute einen staendig an und wollen Geld oder einen bekehren. Auf meinen vorherigen Stationen waren sie einfach nur freundlich und wollten meist nur plaudern. Das gefaellt mir dann doch viel besser 🙂 Als erstes hab ich mir hier gleich eine neue Prepaid Karte fuer mein Handy gekauft. Wer mich also erreichen moechte, der findet die neue Nummer unter Kontakt. Bloed nur, dass man in den USA auch fuer das Empfangen von SMS bezahlen muss, aber das soll euch nicht davon abhalten mir Infos ueber euch zu senden ;-)Internetcafes sind hier auch Mangelware und im Hostel ist es recht teuer. Dafuer bin ich gerade im Apple Shop umsonst im Internet und das geht noch ziemlich fix und mit nem riesengrossen Bildschirm. Daran koennte ich mich durchaus gewoehnen. Im Hostel eingecheckt habe ich festgestellt, dass mein nicht so guter Reisefuehrer fehlt und so hab ich mir dann den Lonely Planet gekauft. Der macht schon gleich einen viel besseren und vertrauteren Eindruck, denn den habe ich auch schon fuer AUS und NZ und ebenso fuer NYC. Beim Auspacken meines kleinen Rucksacks hab ich dann den anderen Reisefuehrer doch gefunden %-) Nun denn, egal, der bleibt dann hier im Hostel. Zudem funktioniert der neue US Adapter fuer mein in AUS gekauftes Handy-Akkuladegeraet nicht, aber an der Rezeption vom Hostel konnte ich ein anderes ergattern, sogar ganz umsonst :-)Nun werde ich mich dann mal bisschen informieren was ich die naechsten 12 Tage in Hawaii machen moechte.Viele Gruesse an alle aus dem recht kuehlen und leicht regnerischen Santa Monica.

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Good bye Kiwis

Nun ist es also soweit und meine Zeit in Neuseeland ist gleich abgelaufen.

Die letzten Tage habe ich es in Christchurch sehr gemuetlich angehen lassen und eigentlich nicht mehr viel getan, ausser mich von der Sonne verwoehnen lassen und dabei meinen Hawaii Reisefuehrer gelesen, sowie ein paar Schachspieler am Cathedral Square beobachtet.

Jetzt bin ich gerade gut von Christchurch nach Auckland geflogen. Beim Einchecken gab es jedoch einige Hindernisse, denn ich hatte die Adresse des Hostels in LA nicht parat und die Amis wollen die ja schon beim Einchecken wissen. Musste ich also los und im Internet nachschauen. Da ich jedoch keine Lust hatte einen Computer zu suchen, habe ich eine nette Frau von der Autovermietung, bei denen ich schon zweimal nen Wagen gemietet habe, gefragt ob sie mir nicht diesen kleinen Gefallen tun koennte und siehe da, sie tat es und mit dieser Info konnte ich dann endlich einchecken.
Allerdings ist gerade etwas ungewiss ob mein Rucksack auch wirklich ankommt, denn ich hab mein Feuerzeug darin und das ist mittlerweile auch verboten. Hab es zwar gesucht, aber nicht mehr gefunden, so dass ich nun darauf hoffe, dass die Amis doch nicht so gruendlich beim Durchsuchen des Gepaecks sind, wie sie es gerne waeren. Sonst wird mein Rucksack zurueckgeschickt und das waere bloed, denn ich hab dummerweise meine Tickets nach Hawaii dort drin. Aber gut, ohne Gepaeck brauch ich auch nicht dorthin… Nun ja, hoffe ich mal das Beste. Drueckt mir die Daumen.

Jetzt bin ich also im Flughafen von Auckland und warte nun auf meinen Flug nach Los Angeles. Abflug am 21.2. um 19.30 Uhr, Ankunft am 21.2. um 8.30. Das wird der laengste Tag meines bisherigen Lebens werden, zumal ich, sobald ich in LA angekommen bin, noch einiges fuer Hawaii erledigen muss, sofern denn mein Rucksack ankommt…

So, dann schaue ich mal, wie ich meine letzten Kiwi Dollar loswerden kann, denn ab LA darf ich 2 x 23 kg mitnehmen und mein Rucksack hat ja erst 20,1 kg, da geht noch was rein.

In diesem Sinne, sonnige Gruesse aus dem Land der Vielfaeltigkeit 🙂

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Suedinsel – Teil zwei bis zum neusten Stand!

So, weiter gehts mit dem Bericht von der Suedinsel.

Nach einer kurzen Nacht in Queenstown haben Sandra und ich uns schon frueh morgens per Shuttle auf den Weg zum Routeburn Track gemacht. Dieser fuehrt ueber 35 km durch den Fiordland Nationalpark. Wir hatten zwei Uebernachtungen im Zelt und eine in einer Huette angesetzt. Tag eins begann, abgesehen vom fruehen Aufstehen, eigentlich relativ gemuetlich. Bepackt mit rund 15 kg Gepaeck, u.a. das Essen fuer 3 1/2 Tage, (unsere restlichen Sachen konnten wir per Bus an unsere naechste Station vorschicken lassen!) sind wir etwa 3 Stunden nur leicht bergauf durch den Regenwald bis zum ersten Campground gelaufen. Am Nachmittag haben wir uns kurz im kalten Fluss erfrischt, dann von der Sonne verwoehnen lassen und die Aussicht auf die Berge genossen. Am folgenden Tag ging es dann bergauf. Und dies teilweise recht steil und kontinuerlich ueber einige Stunden, so dass wir bald schon die Baumgrenze hinter uns gelassen hatten und nur noch Buesche und paar Blumen zwischen den Felsen wachsen. Am Scheitelpunkt des Tracks ging es nach einigen Stunden dann noch auf einen Track zum Gipfel. Diese 1 1/2 Stunden konnten wir zum Glueck ohne unseren grossen Rucksack bewaeltigen, die haben wir auf der Huette zwischengelagert. Die Aussicht bei bestem Wetter, die Sonne schien fast die ganze Zeit waehrend unserer Wanderung, war einfach fantastisch und so konnten wir dann auch den Milford Sound sowie die Tasman Sea, neben vielen anderen Bergen, in der Ferne entdecken. Nach etwa 8 Stunden kamen wir dann am Lake McKenzie und dem Campground an. Auch hier bin ich wieder rein, jedoch war auch dieser sehr erfrischen, sprich schweinekalt, und nicht so angenehm wie sein Namensvetter auf Fraser Island. Die Berge haben sich aber schoen auf der Wasseroberflaeche gespiegelt.
An Tag drei ging es dann wechselweise bergauf und bergab, so dass wir dann schon bald wieder runter in den dicht mit Moss bewachsenen Regenwald kamen. Zum Glueck gings an diesem Tag wieder nicht so lange, so dass wir am fruehen Nachmittag schon an der Huette waren. Nebenan konnte ich mich dann wieder erfrischen und zwar im Lake Howden. Das Sonnenbad anschliessend tat gut, sofern ich mal von den ueberaus laestigen Sandfliegen absehe, denn trotz des staerksten Insektenschutzmittels kamen sie nach einer Weile und haben die Stellen gefunden die ich wohl nicht eingesprueht hatte. In 2 Stunden hab ich etwa 50-60 dieser kleinen Mistviecher zerquetscht, manche leider erst nachdem sie mich gestochen hatten.
Am vierten Tag ging es dann nur noch 15 Minuten bergauf und 45 bergab bis zum Endpunkt des Tracks, direkt am Highway zum Milford Sound. Da Sandra mit einem anderen den sie getroffen hat noch etwas anderes anschauen wollte, ist sie schon frueher los und so hab ich dann dort alleine auf den Bus gewartet und gewartet und gewartet und…

Da es dort, wie eigentlich ueblich in den Nationalparks, kein Handyempfang gibt und auch kein Telefon gibt, konnte ich mich also nicht informieren und hab demnach ueber 2 Stunden auf den Bus gewartet. Dieser kam dann endlich und hatte maechtige Probleme mit Motor und Getriebe so dass wir dann die rund 90 km zum Milford Sound mehr ueber die Berge gehuepft denn gefahren sind, echt uebel, aber jetzt weiss ich wie sich ein junges Kaenguru im Beutel der Mutter fuehlen muss…
Im Milford Sound angekommen ging es dann mit einer Stunde Verspaetung auf ein Schiff, welches uns durch den spektakulaeren Fjord fuhr. Die steilen Felswaende ragen bis zu 1400 Meter ueber das Wasser empor. Unzaehlige Wasserfaelle fliessen herunter, wobei einige groessere ganzjaehrig fliessen, manche nur nach Regenfaellen.
Nach der Cruise ging es dann mit einem Bus der Schiffgesellschaft (!) weiter bis nach Te Anau wo wir abgeladen wurden. Hier hatte ich dann mal wieder Empfang und konnte so Sandra kontaktieren und siehe da, sie war mit auch vor Ort und so konnte ich dann mit ihr und Pat, einem in NZ wohnhaften Ami, weiter zu unserem naechsten Quartier nach Manapouri fahren.

Am Tag darauf sind wir beide auf eine Schiffsfahrt zum Doubtful Sound gegangen. Erst ging es per kleinerem Schiff ueber den Lake Manapouri, dann per Bus ueber ne 20 km lange Schotterpiste quer durch den bergigen Wald zum Doubtful Sound. Dort sind wir an Bord eines grossen Segelschiffes gegangen, welches uns durch den Doubtful Sound geschippert hat. Leider war es hier etwas regnerisch und bewoelkt, aber so muss es wohl auch ausgesehen haben, als Captain Cook vor langer Zeit dort war und seine Zweifel hatte dort hinein zu fahren, daher auch der Name, Doubtful Sound. Am Nachmittag konnten wir dann noch vom Boot aus in Kajaks und damit selbst den Sound erkunden. Ein schoenes, wenn auch feuchtes Erlebnis. Zurueck auf dem Schiff gab es ein sehr feines Buffet und auch das Fruehstueck am naechsten Morgen war sehr gut. Auf dem Rueckweg durch den, gluecklicherweise nicht so wie der Milford Sound von Touristen und Schiffen belagerten, Doubtful Sound, haben wir dann noch Seehunde und Delfine entdeckt, sowie einige Minuten in kompletter Stille verbracht, so dass wir die Voegel zwitschern, die Wasserfaelle plaetschern und paar Asiaten knipsen hoeren konnten. Die haben wohl mal wieder nicht verstanden, dass alle ruhig sein sollten, aber es dann doch bald gemerkt.
Zurueck ging es dann wieder per Bus und dann per Boot und per Auto von der Faehranleger bis zu unserer Unterkunft davor. Hier sollten wir von unserem Reisebus wieder mitgenommen werden. Sollten…

Nachdem ich weit mehr als eine Stunde am Strassenrand gestanden habe, kam er ploetzlich angebraust und ist auch trotz meines Winkens an mir vorbeigerauscht. So musste ich dann die Notrufnummer von Stray anrufen und nach einigem Hin und Her und noch weiteren Telefonaten um einiges abzuklaeren, war dann klar, dass der Bus weg war, nicht zurueck kommt und wir schauen mussten wie wir nach Tuatapere kommen, wo der naechste Nachtstopp des Buses war. In der Unterkunft waren einige Israelis, da jedoch Samstag war, durften die nicht fahren, Sabbath. Zum Glueck war noch ein in den USA lebender Deutscher da und er hat sich dann bereit erklaert uns die 1 1/2 Stunden nach Tuatapere zu fahren, so dass wir dann nach 22 Uhr ankamen. Dort mussten wir feststellen, dass der Busfahrer uns wohl gesucht hat, jedoch in Te Anau und nicht in Manapouri. Zudem hat er wo anders eine Englaenderin bei nem Toilettenstopp vergessen und sie war 2 1/2 Stunden weg und alleine, aber kam dann auch an. Da wir zu spaet waren, haben wir auch die Farmshow mit Schafscheren etc verpasst. Nun denn, dann halt eben nicht. Hauptsache wir waren wieder dabei, denn im Sueden der Insel faehrt der Bus nur alle paar Tage und wir wollten ja am naechsten Tag nach Stewart Island.

Nach ein paar Stunden Busfahrt und wieder allen Passagieren an Bord, kamen wir dann in Bluff an. Von dort ging es auf die sehr rauhe Faehrueberfahrt nach Stewart Island. Schlafen ist die beste Medizin und daran hab ich mich gehalten 🙂
Auf der dritten Hauptinsel Neuseelands angekommen, haben Sandra, Anna, Lena und ich uns einen kleinen Wagen gemietet und so die rund 20 km Strassen unsicher gemacht und sind zu den Ausgangspunkten von kleineren und mittleren Wanderwegen gefahren. Insgesamt waren wir dann knapp 4 Stunden zu Fuss unterwegs und sind stolze 28 km gefahren 😀 Die Insel ist sehr skurill und es gibt viele verlassene Haeuser und Schiffe zu sehen, sowie viel Natur.

Am naechsten Morgen ging es dann wieder zurueck mit der Faehre, diesmal weniger schaukelnd und anschliessend hat uns der Bus wieder mitgenommen. Weiter ging es nach Dunedin. Hier habe ich am Nachmittag an der Speight’s Brauereitour mitgemacht, welche sehr interessant war, doch leider treffen die produzierten Biersorten nicht wirklich mein Geschmack. Am folgenden Morgen habe ich dann mit einigen anderen noch die Cadbury Schokoladenfabrik besucht. Hier musste jeder eine schicke Haube aufsetzen und da ich mich ein paar Tage nicht rasiert hatte, bekam ich auch noch so einen schicken Schutz fuer meine Haare im Gesicht. Kam mir vor wie ne afghanische Frau, nur in weiss und zum Glueck nur fuer die Dauer der Tour. Hier wurden wir bei jeder Etappe mit Schokoriegeln und dergleichen versorgt, jedoch haben auch die einige merkwuerdige Sachen, aber nun denn, andere Laender, andere Geschmaecker 😉

Von Dunedin ging es dann zurueck nach Queenstown und darauf habe ich mich schon gefreut, denn endlich mal wieder ein paar Naechte am gleichen Ort verbringen, ohne gleich wieder auschecken zu muessen. So habe ich es tagsueber gemuetlich angehen lassen, bin gemuetlich an See, hab die Sonne genossen, abends mal wieder mit paar vom Bus ausgehen und am letzten Tag bin ich dann mit der Gondel nen Berg hoch um die Aussicht zu geniessen und ne Art Rodelbahn (luge) runterzufahren. Auf dem Weg dahin hab ich 5 Maedels vom Bus getroffen, so musste ich nicht alleine hin. Zudem konnten wir ein kleines Rennen veranstalten, was es natuerlich etwas spassiger macht.

Auf dem Weg von Queenstown nach Christchurch habe ich einen Stopp in Geraldine bzw. Peel Forest eingelegt und bin dann mit zwei hollaendischen Maedels vom Bus, Sandra und Ryanah, ausgestiegen um nochmals raften zu gehen. Auch hier mussten wir ueber eine Stunde warten, bis uns der Bus der Raftinggesellschaft abgeholt hat. In der gemuetlichen Huette in Peel Forest konnten wir uns dann auf das Raften am naechsten Tag vorbereiten, sprich ausschlafen, juhe.
Am Vormittag ging es dann los zum Rangitata River. Die beiden Maedels und ich, sowie drei Amis und unser lustiger Guide waren in einem Boot. Der Anfang war recht gemuetlich, so dass die Zeit fuer Einweisungen und dergleichen genutzt werden konnte. Dann ging es los mit einigen Grade 3 und 4 Rapids (Stromschnellen) welche jedoch kein wirkliches Problem darstellten. Die beiden Grade 5 Rapids haben wir uns dann erstmal von oben angeschaut. Den ersten sind wir perfekt runtergekommen und hatten so ziemlich die Ideallinie erwischt obwohl wir abbremsen mussten, um nicht ein anderes Boot zu rammen. Trotzdem kamen wir nicht in einen Strudel, sondern sind noch druebergerutscht. Der naechste hatte es dann in sich. Da ich auf der Seite mit zwei Maedels sass, hab ich meist kraeftiger gepaddelt um die andere Seite auszugleichen, denke das war gut so. Wir kamen dann in einen Strudel, ziemlich in Schraeglage und waeren fast umgekippt, so dass ich, auf Anweisung, nach links gesprungen bin, direkt auf die Felswand zu und mit Hilfe der anderen konnten wir zusammen verhindern, dass wir kentern. Die beiden hollaendischen Maedels hatten da verstaendlicherweise keine Lust dazu, denn sie waren in dem Unfallbus. Der Guide hat nicht damit gerechnet, dass wir es schaffen und auch der Fotograf hat gedacht, dass wir gleich baden gehen. Taten wir nicht, dafuer haben die anderen Boote einige Passagiere verloren 😀
Danach konnte wer wollte, noch von zwei Klippen runterspringen. Die erste war so 4 -5 m hoch und leicht zu bewaeltigen, die zweite war so 9 – 10 m und hat schon einige Verletzte hervorgebracht. Diesmal jedoch nicht und es war ein Spass, wenn auch maechtig hoch. Augen zu und runter 🙂 Mit ein paar kleineren Rapids ging der Trip dann zu Ende und als Belohnung gab es ein feines Barbeque bevor wir nach Christchurch gebracht wurden.

Hier habe ich nur eine kurze Nacht verbracht, denn gestern ging es ja gleich wieder am Morgen nach Kaikoura. Den Nachmittag habe ich gemuetlich im steinigen Strand verbracht und mich von der Sonne verwoehnen lassen, denn sie war in den letzten Tagen doch etwas rar. Heute morgen musste ich dann um 4.30 Uhr aufstehen, denn um 5.30 Uhr ging es los mit der Delfinschwimmtour. Nachdem alle eingekleidet und wir nach einem Briefing mit dem Bus zum Boot gefahren wurden ging es raus auf den Pazifik. Es war eine ziemlich rauhe Fahrt bis zur ersten Gruppe Delfine und dann hiess es rein ins kalte Nass. Den meisten war nicht so gut, ich eingeschlossen. Im Wasser wurde es besser und kurz darauf sind schon die Delfine in kuerzestem Abstand an mir vorbeigeflitzt und um mich herumgeschwommen. Einfach herrlich. Hab mich paar Mal im Kreis gedreht und der Delfin mit mir, bis mir schwindlig wurde und ich aufhoeren musste. Insgesamt sind wir vier mal rein und aus und den Delfinen wieder hinterher. Nachdem schwimmen haben wir sie noch eine Weile beobachtet und ihnen bei ihren Spruengen und Saltos zugeschaut und fotografiert. Etwa die Haelfte an Bord wurde durch die Schaukelei seekrank, mir wars ja auch nicht so gut, aber fast haette es mich bei deren Anblick auch noch erwischt…
Aber es war ein sehr schoenes Erlebnis und ich freu mich, dass es im 3. Anlauf doch noch geklappt hat mit diesen wunderbaren Tieren zu schwimmen.

Nun warte ich noch in Kaikoura bis der Bus mich nach Christchurch zurueckfaehrt. Dort werde ich dann die letzten Tage verbringen, bevor ich am Donnerstag Nachmittag anch Auckland und von dort am Abend weiter nach LA fliege wo ich am Donnerstag Morgen ankomme. Ich komme also an, bevor ich abfliege. Sehr verwirrend.
Am Freitag geht es dann quasi wieder zurueck, nach Honolulu auf Hawaii.

Also, dann mal viele Gruesse an alle, ich hoffe ich komm auch noch dazu Fotos hochzuladen, mal schauen.

In diesem Sinne, bis hoffentlich bald wieder.

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Endlich wieder ein Lebenszeichen von mir ;-)

Hallo an alle die mich und meine Berichte von der Suedinsel Neuseelands schon vermisst haben.

Mich gibt es noch, es geht mir wunderbar, die letzten Wochen waren vollgepackt mit allerlei Aktivitaeten und nun versuche ich ausfuerhlich und in aller Kuerze davon zu berichten. Hier folgt nun erst einmal Teil eins von Picton nach Queenstown, der Rest folgt dann bevor ich mich aus Neuseeland verabschiede!

Also, angefangen hat das Abenteuer Suedinsel mit der Faehrueberfahrt von Wellington nach Picton. Auf der 3stuendigen Fahrt hab ich meist geschlafen, so dass ich hier nicht viel berichten kann, ausser dass es durch den schoenen Marlborough Sound zur Suedinsel ging.

In Picton angekommen ging es dann los mit der Busreise mit „Stray Travel“ durch die Suedinsel. Mit meist orangen Bussen, welche nicht immer so komfortabel waren ging es einmal rundherum, aber der Reihe nach.

Meine erste Station war Nelson, ein kleines, nettes Staedtchen in dem ich jedoch nicht viel gemacht habe abgesehen von die naechsten Wochen planen insbesondere die naechsten Tage.

Diese habe ich mit einer dreitaegigen gefuehrten Kajaktour im Abel Tasman Nationalpark verbracht. Los ging es am fruehen Morgen und zwar per Wassertaxi bis fast ans noerdliche Ende des Nationalparks. Dort haben wir unsere Kajaks und den Proviant fuer die folgenden Tage am Strand abgeladen und dann ging es auch schon los. Bei meist schoenem Wetter, jedoch teilweise deutlich spuerbarem Wellengang von bis zu 2 m Hoehe sind wir dann rund 35 km gepaddelt und haben immer wieder an den vielen tollen, goldenfarbenen Straenden angehalten und ne Pause eingelegt. Abends haben wir dann die Zelte auf den Campgrounds in Strandnaehe aufgeschlagen. Es war sehr schoen, jedoch habe ich es deutlich in den Armen gespuert von der vielen Paddelei.

Wieder zurueck in Marahau in der „Old Mc Donnald’s Farm“ (hehe) hab ich dann gemuetlich meine Sachen fuer die Abreise am naechsten Tag gerichtet, geh mal kurz raus aus meinem Zimmer und wer ist da? Hannes aus Forchheim, den ich von den Pfadfindern in Endingen kenne. In Australien hatte es nicht geklappt uns zu treffen, dafuer in Neuseeland ohne zu wissen dass wir zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind. Spaeter haben sich unsere Wege noch ein paar Mal gekreuzt. Klein ist die Welt 🙂

Von Marahau ging es dann weiter an die Westkueste. Dort haben wir unterwegs in Punakaiki die „Pancake Rocks“ anschauen koennen. Die sehen aus, als waeren hunderte oder gar tausende Pfannkuchen aufeinander gelegt worden. Sehr bizarre Formationen. Weiter ging es dann nach Barrytown. Dort gab’s dann ne froehliche Party mit der ganzen Gruppe, arg viel mehr waren dort auch nicht, denn es leben nur 40 Leute in diesem Ort.

Nachdem dann die meisten am naechsten Tag wieder einigermassen hergestellt waren, ging es dann nach „Franz Josef“. Hier war dann ein Tag ohne Busreise angesetzt, was jedoch nicht zu verwechseln ist mit einem Ruhetag, denn es ging fuer mich schon ziemlich frueh los. Franz Josef ist bekannt fuer seinen Gletscher, welcher ziemlich nahe ans Meer herankommt und bis auf 200 m ueberm Meeresspiegel hinunterreicht. Zudem ist es ein wachsender Gletscher, etwa 50 cm pro Woche! Und diesen Koloss aus Eis habe ich dann erklettert. Mit der notwendigen Ausruestung versehen ging es bis ca. 2 km an den Gletscher ran und den Rest mussten wir ueber Pfade durch den Busch laufen und ueber Stein und Felsen klettern. Bevor es dann richtig aufs Eis ging haben wir uns die Steigeisen umgeschnallt und dann ging es auch schon in die kalte Pracht. An zwei Waenden konnten wir dann jeweils an drei verschiedenen Stellen die Eiswand hochkletter. Zwei Eisaexte in den Haenden und die Steigeisen an den Fuessen, dazu ein Sicherungsseil. Es ist gar nicht so einfach, macht aber jede Menge Spass, ist jedoch auch ungewohnt, besonders wenn man sich dann ohne das Seil zu halten, man hat ja ne Axt in jeder Hand, nach hinten lehnt und sich wieder die 20 m abseilen laesst. Es tat aber gut mal wieder jeden Muskel so richtig zu beanspruchen!

Am naechsten Tag ging es dann weiter die Westkueste entlang bis nach Makarora. Auf dieser Strecke hat es meist geregnet und wir mussten leider auch erfahren, dass ein Bus von Stray verunglueckt ist, er kam bei regennasser Fahrbahn von der Strecke ab und ist die Boeschung hinunter und hat sich einmal ueberschlagen. Dabei eine Englaenderin gestorben und eine weitere schwerer verletzt ist. Die restlichen blieben weitgehend unversehrt. Dieser Bus war drei Tage hinter meinem! Spaeter hab ich dann einige der unversehrten Insassen kennengelernt und sie sind weitergereist.

Wanaka war dann der naechste Stopp von mir und von Sandra, einer Schweizerin aus Luzern mit der ich die naechsten 10 Tage zusammengereist bin. Kurz nachdem wir im Hostel „Matterhorn South“ eingecheckt hatten sind wir an den schoenen See und wollten uns bisschen in die Sonne legen. Dabei war auch Fredrik, ein Schwede, mit dem ich schon Eisklettern war. Ploetzlich sind zwei Kiwis, also Neuseelaender, aufgetaucht und haben uns gefragt ob wir denn gerade beschaeftigt sind, denn sie wuerden gerne Wasserski fahren und braechten noch ein paar „Spotter“ die schauen ob ein anderes Boot in die Quere kommt. Da wir nichts vorhatten, sind wir mit und kurz darauf ging es schon mit ihrem kleinen Jetbootueber den See. Sandra und Fredrik konnten auch mal das „Kneeboard“ ausprobieren, als ich an der Reihe war, wurde leider der Sprit knapp. Auf dem Rueckweg zum Ufer durfte aber jeder von uns mal das Jetboot steuern und die Kiwis haben auch ein paar Spinns, also ne ploetzliche Drehung. Sehr spassig alles zusammen, besonders, dass es umsonst war 🙂

Am Tag darauf sind wir dann weiter nach Queenstown. Dort haben wir jedoch nur eine kurze Nacht verbracht, denn am naechsten Morgen ging es schon wieder weiter. Auf den Routeburn Track, 35 km lang, mit ner Seitenwanderung zum Gipfel rund 40 km bei etwa 700 Hoehenmeter. Mehr hierzu im naechsten Bericht in den kommenden Tagen!

Viele Gruesse vom anderen Ende der Welt, heute aus dem sonnigen Kaikoura, ich muss los, frueh ins Bett, denn ich geh morgen frueh um 5.30 Uhr mit Delfinen schwimmen!!! Es scheint doch noch zu klappen, denn der Wetterbericht ist gut. Drueckt mir die Daumen.

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Wellington und weitere Fotos

So, der Wellington Anniversairy ist nun auch vorbei und es war ein ganz normaler Feiertag an dem etwa die Haelfte der Laeden geschlossen und die andere Haelfte kuerzer geoeffnet hatte. Besondere Festlichkeiten gabs laut Visitor Information Center keine. Nun denn, auch egal, der Tag war dennoch recht gemuetlich in der Stadt. Die City Gallery fande ich jedoch langweilig, nur seltsame moderne Malereien.

Gestern hab ich dann eine „Herr der Ringe Locations Tour“ mitgemacht und da sind wir dann zu etwa 20 Drehorten gefahren und konnten die dann anhand von Bilder identifizieren, denn meistens ist sonst nicht mehr viel davon zu sehen. Ein paar Szenen haben wir dann nachgestellt, siehe Fotoalbum.

Heute hab ich meinen letzten Tag in Wellington genutzt und bin nochmals gemuetlich in die Stadt und hab die Sonne genossen. Zudem bin ich noch ins Parlament und hab dort eine Fuehrung mitgemacht. Ist schon ein sehr schoenes Gebaeude, leider ist fotografieren im Inneren nicht gestattet.

Ich habe soeben rund weitere 40 Fotos ins Fotoalbum eingestellt und diese auch in die richtige Reihenfolge sortiert, denn der aufmerksame Berichteleser hat bestimmt gemerkt, dass ja noch Fotos vom Raften oder Kayak fahren gefehlt haben. Diese sind nun mitdabei. Also, einfach nochmals reinschauen.

Viele Gruesse, die letzten von der Nordinsel, ich geh dann mal auf die Suedinsel, deren noerdlicher Teil noerdlicher als Wellington ist.

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Endlich ist es soweit!!!

Ich habe es nun doch mal wieder geschafft Fotos ins Fotoalbum hochzuladen.

Nun bin ich fast wieder auf dem neusten Stand, einige Fotos fehlen noch, denn das Internetcafe macht in paar Minuten leider zu. Aber die anderen folgen sobald wie moeglich!

Viel Vergnuegen mit 74 neuen Fotos und beste Gruesse aus Wellington!

Am Donnerstag mache ich mich auf den Weg zur Suedinsel und in den Abel-Tasman-Nationalpark.

P.S.: Besonderen Gruss an Nadja, ich werde dort paar schoene Tage im Kajak verbringen 🙂

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Actionreiche Tour ueber die Nordinsel!!!

So, nachdem Martin und Christoph schon wieder zurueck in Deutschland sind, habe ich endlich wieder Zeit ueber meine bzw. unsere Erlebnisse der letzten 10 Tage zu berichten.

Nachdem wir ja am 9. sportlich sehr aktiv waren, sind wir dann doch noch laenger in Rotorua geblieben und haben es am Tag darauf etwas ruhiger angehen lassen, denn wir sind zu „Te Puia“ gegangen. In dieser Maori Thermallandschaft gibt es neben Maori-Kultur inklusive Tanzauffuehrungen, unter anderem des „haka“, des Kriegstanzes der Maoris, welchen auch die neuseelaendischen Rugbyspieler vor ihren Spielen auffuehren, auch noch den hoechsten Geysir Neuseelands, den „Pohutu“. Kurz bevor dieser ausbricht, wird er von seinem kleineneren Partner nebenan, dem „Prince of Wales Feather Geysirs“ durch dessen Ausbruch angekuendigt. Zudem gibt es noch einige lustig blubbernde Schlammloecher zu sehen und ein Kiwi-Haus in dem die Nacht simuliert wird, damit man den Kiwi(vogel) beobachten kann. In dieser grossen Thermallandschaft riecht es ebenso wie in fast ganz Rotorua sehr stark nach Schwefel. An diesem herrlich sonnigen Tag konnten wir uns also bisschen fuer die naechsten Tage erholen.

Am 11.1. sind wir dann also zurueck in den Norden, zur Bay of Plenty, nach Whakatane (sprich Fa-ka-ta-ne) und dort haben wir eine Bootstour mitgemacht, in der Hoffnung mit Delfinen schwimmen zu koennen. Wir haben auch kurz welche gesehen, jedoch sind diese schnell neben dem Boot hergeschwommen anstatt anzuhalten, so dass der Skipper entschieden hat ne andere Gruppe zu suchen. Das hat jedoch nicht geklappt und so sind wir dann nur in einer ruhigeren Bucht ein bisschen umhergeschnorchelt, jedoch gab es dort nicht viel zu sehen. Fazit war, dass wir dann noch 2 Stunden in der Bay of Plenty rumgeschippert sind, die Wellen maechtig hoch war, die Tour nicht sonderlich angenehm war und wir am Ende nicht mit Delfinen geschwommen sind, also ausser Spesen nix gewesen 🙁
Nach dieser Schaukeltour mussten wir uns erst mal wieder erholen bevor wir in die Mitte der Nordinsel, nach Taupo, fahren konnten.

Am Samstag, den 12., ging es dann wieder sportlich weiter, denn wir haben mit einem Tourguide eine zweistuendige Mountainbike-Tour unternommen, welche uns doch sehr herausgefordert hat. Es ging ueber schmale Pfade quer durch den Wald, rauf und runter und wir mussten sehr konzentriert fahren, damit wir nicht den Hang runterfahren. Verbunden war die Tour mit wunderbaren Aussichten auf die Natur und die enormen Huka Falls am Waikato River.
Direkt nach der Radtour ging es dann mit einer Kajaktour auf dem Waikato River weiter. Auch hier konnten wir die Landschaft geniessen und zwischendurch mal an Land gehen und uns in einem sehr warmen Zufluss entspannen. Waehrend der Fahrt auf dem Fluss sind wir unter dem Taupo Bungy durchgefahren und Martin hat sich dabei entschlossen, danach noch die 47 m runter zu springen. Im Anschluss nach Martins Sprung in den Fluss, sind wir weiter gefahren und zwar Richtung Tongariro National Park, auch bekannt als „Mordor“ aus Herr der Ringe.

In der gemuetlichen Discovery Lodge haben wir uns dann fuer die naechsten beiden Tage eingerichtet. Am Sonntag ging es dann schon um 5.30 Uhr mit dem Bus zum Ausgangspunkt der Tageswanderung, des „Tongariro Crossing“. Dieser Wanderweg fuehrt 18,5 km lang ueber teilweise sehr anspruchsvolles und steiles Terrain und zudem ca. 1000 m Hoehenmeter nach oben und 1400 m wieder runter. Auf einem Plateau konnte man dann noch eine Seitenwanderung zum Gipfel des Mount Ngarouhu, bekannt als Schicksalsberg, unternehmen, welches aber weitere 2 Stunden und 600 Hoehenmeter mitsichbringt. Christoph und ich haben uns entschieden den normalen Weg fortzusetzen, Martin ist dann noch hoeher hinaus. Wir sind dann gemuetlich mit einigen Pausen um die wunderbare Landschaft zu geniessen weitergelaufen und konnten den Tag geniessen und haben es zudem locker auf den ersten Bus um 13.30 geschafft. Martin ist fast komplett durchgelaufen und kam kurz vor Abfahrt des zweiten (und auch letzten) Buses um 14.30 am Parkplatz an. Den restlichen Tag haben wir nach der 7 bzw. 8 stuendigen Wanderung gemuetlich ausklingen lassen, denn am Montag ging es ja auch schon weiter.

Und zwar hat uns der naechste Berg gerufen, der Mount Ruhapehu. Mit seinen rund 2700 m ist es der hoechste Berg im Tongariro National Park. Es ist ein aktiver Vulkan, welcher 1995 zum letzten Mal ausgebrochen ist, womit dann die Skisaison 1996 ausgefallen ist. Wir sind dann erst mit dem Skilift bis auf 2200 m und haben uns dann von dort aus zu Fuss auf den Weg zum Gipfelkrater gemacht. Dieser fuehrte uns wieder ueber unwegsames Gelaende mit grossen und losen Steinen sowie auch ueber Eis und Schnee. Am Gipfel angekommen sind wir noch halb um den Krater herum bevor es dann wieder an der Zeit war hinunterzugehen. Dies haben wir jedoch nicht immer gemacht, denn da war ja schliesslich noch Schnee und so haben wir uns auf unsere Hosenboden gesetzt und sind den Hang hinuntergerutscht wie in den guten alten Zeiten. Das ging ganz schoen rasant zur Sache und hat maechtig viel Spass gemacht 🙂
Nach rund vier Stunden sind wir dann wieder an der Bergstation angekommen und haben dort im Cafe noch gemuetlich was getrunken und gleichzeitig die Sonne und die herrliche Aussicht genossen.

Im Anschluss an die zweite Bergtour sind wir dann quer durchs Land, ueber eine sehr kurvige Schotterpiste die Huegel rauf und runter vorbei an Graslandschaften mit unzaehligen Schafen, nach Napier gefahren wo wir uns in einer gemuetlichen Lodge einquartiert haben. In unserem Zimmer war ein grosser Whirlpool und so konnten wir unsere mueden Beine bisschen auffrischen. Einfach herrlich.
Am folgenden Tag sind wir morgens dann kurz an den steinigen Strand und in den recht frischen Pazifik bevor wir dann auf eine Weinprobentour sind. Wir wurden von einem Kleinbus abgeholt und konnten dann beruhigt die Weine von vier Weinguetern geniessen. Am fruehen Abend waren wir dann wieder froehlich zurueck und haben uns dann abermals in einem guten Restaurant verkoestigen lassen.

Am Mittwoch ging es dann von Napier ueber die gleiche Schotterpiste zurueck ins Landesinnere und zwar zum River Valley. Dort sind wir dann auf eine dreistuendige Raftingtour auf dem Rangitikai River, abermals eine Grade 5 Tour. Diese war technisch viel anspruchsvoller als die erste, denn es war teilweise recht wenig Wasser im Fluss, so dass wir uns hin und herlehnen mussten, um ueber die Steine zu kommen, denn die Wege waren teilweise recht schmal fuer das Boot. In ruhigerern Abschnitten sind wir dann ins Wasser und konnten uns treiben lassen oder auch einmal einen Felsen hochklettern und aus 9 m Hoehe hinunterspringen. Ein sehr toller Trip mit spannenden Stromschnellen in fantastischer Landschaft bei bestem Wetter. Nur haben wir hier die erste Bekanntschaft mit den Sandfliegen gemacht. Das sind ganz kleine Viecher mit ganz grosser und juckender Wirkung. Bin mal gespannt was mich da an den Straenden der Suedinsel erwartet…
Nach dem Raften ging es dann auf direktem Weg nach Wellington, in die „City of Winds“, wo wir spaet abends noch eine Unterkunft gefunden haben. Jedoch nur fuer eine Nacht, denn am naechsten Tag war das YHA ausgebucht, denn „The Police“ spielte in der Stadt, so mussten wir uns ne andere Bleibe suchen und wurden gluecklicherweise auch fuendig. Leider sind wir nicht zum Konzert, den letzten gemeinsamen Abend haben wir dann beim Inder ausklingen lassen. Martin ist dann am Freitag frueh morgens an Flughafen, Christoph habe ich dann am Nachmittag mitsamt dem Mietwagen abgeliefert, nachdem wir zuvor noch im „Te Papa Nationalmuseum“ waren. Ein sehr schoenes Museum, wo ich nochmals hingehen moechte, denn wir konnten nicht alles in der kurzen Zeit besichtigen.

Das Wellington die City of Winds ist, ist auch deutlich zu spueren, denn es windet so gut wie immer. Da jedoch gerade kraeftig die Sonne scheint, ist das halb so wild, sondern eher angenehm 🙂
Seit die beiden weg sind, nehme ich es eigentlich gemuetlich und bin dabei meine Reise auf der Suedinsel vorzubereiten.
Am Freitag habe ich dann noch Thom, einen Englaender mit dem ich auf der Tour im Nordwesten war, mit seiner Freundin wiedergetroffen und wir haben ein paar Bars abgeklappert.
Nach dem ersten laengeren Ausschlafen seit langem am Samstag bin ich dann bisschen in die Stadt bevor ich am Abend Berit, eine Belgierin mit der ich in Perth im gleichen Hostel gewohnt habe, wiedergetroffen habe. Lustigerweise wohnt sie jetzt schon wieder im gleichen Zimmer wie ich.

Heute war ich wieder am Planen und zudem noch im Sommerschlussverkauf (klingt verrueckt im Januar, ich weiss, ist aber hier so, hehe) paar neue Klamotten einkaufen, da ich ja gluecklicherweise Christoph rund 6 kg Gepaeck mitgeben konnte, habe ich nun kaum noch was zum Anziehen und zudem bisschen Platz im Rucksack der gefuellt werden kann. Am fruehen Abend bin ich dann noch mit dem „Cable Car“ von der Stadt aus hoch zum Botanischen Garten und habe mir den angeschaut. Eigentlich wollte ich die Ruhe dort geniessen, aber derzeit ist da jeden Abend um 20 Uhr ein Konzert und der Park war rund um die Arena proppenvoll mit picknickenden Kiwis. Da ich nicht darauf vorbereitet war und keine Lust hatte noch 45 Min zu warten bis es losgeht, bin ich dann noch durck den Kraeute- und den Rosengarten zurueck in die Stadt um nun endlich meinen Bericht zu Ende zu schreiben, was somit nun auch geschehen ist. Juhe, ich habe euch wieder auf den neusten Stand gebracht. Fotos folgen beim naechsten Mal, jetzt geh ich wohl noch ins Kino und lasse dort den Abend ausklingen.

Morgen am 21.1. ist „Wellington Aniversairy Day“, d.h. Wellingtons Geburtstag und da bin ich mal gespannt was da so geboten wird oder ob einfach nur ein grossteil der Laeden geschlossen haben. Immerhin haben ja die meisten sonntags auf.
Bis zum 24. werde ich noch in Wellington sein, denn bis dahin konnte ich mich im YHA einbuchen und da habe ich dann vor auf die Suedinsel ueberzusetzen.

Viele Gruesse an alle die sich durch diesen abermals langen Bericht durchgelesen haben und auch auf diesem Wege nachtraeglich noch viele Geburtstagsgruesse an Michl in Mannheim!

Bis zum naechsten Bericht gruesse ich euch aus der herrlich sonnigen City of Winds!

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Hobbiton und Wildwasser-Action

Wie im letzten Bericht ja schon angekuendigt, sind wir zum einzigen, noch verbliebenden, Drehplatz von Herr der Ringe, und zwar nach Hobbiton oder zu deutsch, Hobbingen.

Nach der Fahrt von Auckland sind wir gerade rechtzeitig in Matamata angekommen um die naechste Tour zu erwischen. Auf dem Gelaende haben wir dann erklaert bekommen was hier gedreht wurde und was nicht, sondern im Studio in Wellington. Von den urspruenglich 35 Hobbithoelen stehen jedoch nur noch 17, der Rest wurde abgerissen, da sie eigentlich ja nur fuer die Dauer der Drehzeit vorgesehen waren. In die Hoehle von Bilbo konnten wir dann auch rein, drinnen gab es ausser dem schoenen Blick nach draussen auf den See und den Festbaum eigentlich nicht viel zu sehen. Insgesamt war es jedoch, dank der ausfuehrlichen Beschreibungen der Tourleiterin, eine sehr nette Tour, abgesehen von dem zwischendurch sehr neuseelaendischen Wetter, naemlich Regen. Nach dieser Tour sind wir dann weiter nach Rotorua gefahren.

Rotorua ist sehr bekannt fuer seine Thermalquellen, aber auch fuer die vielzaehligen Moeglichkeiten des Wassersports. Von diesem Angebot haben wir heute Gebrauch gemacht, denn wir waren am Vormittag zuerst „Wildwater Sledging“ und dann am Mittag „Whitewater Rafting“.
Beim Sledging stuertzt man sich auf einer Art Schlitten den Fluss und die Stromschnellen hinunter, ist staendig komplett im Wasser und man muss natuerlich immer mit den Beinen paddeln. Das hat maechtig Spass gemacht, besonders als wir dann an den Stromschnellen auf den Wellen gesurft sind.
Beim Rafting waren wir dann zu siebt im Boot. Der Tourguide, Martin, Christoph, ich und noch drei Australier, welcher nicht sonderlich faehig waren mit dem Paddel umzugehen. Nach der Einweisungsrunde ging es dann auch schon gleich los ins warme Nass. Es war der gleiche Fluss wie beim Sledging, jedoch ging es von weiter oben los, denn mit dem Boot sind wir dann den hoechsten, kommerziell genutzten Wasserfall hinunter gefahren. Dieser ist 7 m hoch und wir waren dann mit dem kompletten Boot unter Wasser. Beinahe waeren wir auch „geflippt“, also umgekippt, zwei der Australier sind schwuppsdiwupps aus dem Boot gefallen, aber wir anderen konnten gerade noch verhindern, dass das Boot komplett umdreht und so haben wir die beiden auch gleich wieder reinziehen koennen. Die naechsten Stromschnellen konnten wir auch noch ohne groessere Probleme bewaeltigen und zum Schluss sind wir dann nochmals mit dem Boot an der letztzen Stromschnelle gesurft, so dass auch ja jeder nass wurde. Ein herrlicher Spass, nur leider zu schnell vorbei.

Nachdem wir dann von einer Einheimischen noch einen guten Tipp bezueglich einer Thermalquelle bekommen haben, sind wir dann zur unbekannten, aber offen zugaenglichen, „Soda Spring“ gefahren und haben uns in der heissen Thermalquelle erholen koennen. Diese hatte weit ueber 35 Grad, schaetzungsweise bis ueber 40, so dass wir es an der ganz heissen Stelle nicht allzu lange aushalten konnten.

Die weitere Route steht noch nicht exakt fest, morgen fahren wir aber wohl zurueck in Norden, zur „Bay of Plenty“.

In diesem Sinne wassersportliche Gruesse aus der extrem nach Schwefel riechenden Stadt Rotorua und besondere Geburtstagsgruesse an meinen Goetti Bruno und meinen Cousin Thomas in der Schweiz!

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