Feuer und Eis!!! Einfach nur eins und zwar: Spektakulaer!

Da bin ich wieder, zurueck mit sensationellen Erlebnissen die mich immer noch begeistern und die letzten Tage und Naechte auf Trab gehalten haben.
Aber nicht gleich alles vorneweg, sondern der Reihe nach…

Wie ja schon berichtet

Nachdem ich gegen Mittag aus dem Hostel raus bin, bin ich erst einmal Richtung Mauna Loa gefahren, dem Berg mit der groessten Masse Hawaiis. Auf dem Weg bin ich erst noch auf eine kurze Rundwanderung am „Birdpark“, dort gibt es seltene Voegel und Pflanzen, welche nur dort vorkommen. Anschliessend bin ich dann bis an das Ende der meist nur einspurigen und sehr kurvigen Strasse bis zum Beginn des Mauna Loa Trails gefahren. Dieser Trail geht bis zum Gipfel, jedoch braucht man dafuer 3-4 Tage. Ich bin nur hoch bis zur 7000 Fuss Marke und noch bisschen weiter und dann wieder zurueck. Sehr schoen die Stille und ueber die alten Lavamassen zu laufen.
Von dort bin ich dann direkt nach Hilo ins naechste Hostel gefahren und nach dem kurzen Einchecken ging es gleich weiter und dann bin dem Rat des Peruaners gefolgt. Mit meinem Jeep fuhr ich bis an das andere Ende der von Lava verschuetteten Strasse und siehe da, ich habe in der Ferne die Lava mehr schlecht als recht fliessen sehen, der Rauch war jedoch ein eindeutiges Zeichen. Sobald die Daemmerung einbrach kamen auch weitere Leute und auch ein paar einheimische Experten. Einer von diesen hat mir dann auch paar Fotos gezeigt und sein Fernglas geliehen. In der Dunkelheit konnte man dann genau erkennen wo sich die gluehende Lava den Hang hinunterwaelzt. Sehr spektakulaer. Nach ein paar weiteren Tipps von ihm habe ich dann entschlossen am naechsten Tag dorthin zu laufen.
Im Hostel hab ich dann meine neuen Erfahrungen mit ein paar anderen geteilt, unter anderem mit Coral, einer deutsch-mexikanischen Hamburgerin, und so sind wir dann am naechsten Tag gemeinsam bis zur fliessenden Lava ueber erkaltete Lavastroeme gelaufen. Nach etwas mehr als einer Stunde waren wir dann dort und siehe da, die Lava hatte mittlerweile schon die Ebene erreicht und so konnten wir dann direkt hin. Bis auf einen Meter sind wir an diese heisse Masse heran und haben dann wieder aus etwas groesserer Entfernung beobachtet wie sich die Lava weiter ausbreitet. Einfach spektakulaer so dass wir erst nach zwei Stunden wieder auf den Rueckweg sind.

Da es noch Zeit war bis zur Daemmerung, sind wir ein Stueckchen weiter gefahren bis an einen Strand mit schwarzem Sand. Dort sassen wir dann gemuetlich und ploetzlich ist in etwa 50 m Entfernung Wasser in die Luft geschossen, gefolgt von einem grossen Koerper der aus dem Wasser gesprungen ist und dann mit einem Riesenplatscher wieder abgetaucht. Wir haben Wale gesehen, gleich mehrere und konnten ihnen zusehen wie sie gesprungen sind. Leider zu unregelmaessig fuer Fotos, aber nun denn.
Nach diesem Erlebnis sind wir dann weiter zu einem Hotpool. Dort ist eine Art Schwimmbad angelegt und heisses Suesswasser vermischt sich mit dem Meerwasser. Sehr angenehm zum baden und so taten wir das auch bis die Daemmerung hereinbrach. Nach einem guten Essen sind wir dann zurueck zur Parkplatz in der Naehe der Lava und haben von dort nochmals beobachtet wie es in der Nacht aussieht. Immer noch spektakulaer und so haben wir entschieden am naechsten Tag dann abends dorthin zu laufen.
Der gestrige Tage begann jedoch nicht mit Lava, sondern mit Wasser, genauer gesagt mit einigen Wasserfaellen, welche auf dem Weg zum Mauna Kea, dem mit 4205 m, hoechsten Berg Hawaiis, lagen. Auf diesen kann man fast bis zum Gipfel fahren, jedoch nur mit einem 4wd, aber genau deshalb hab ich ja den Jeep gemietet…
Auf etwa 3000 m (9000 Fuss) ist ein Visitor Center angesiedelt und dort haben wir uns dann erst einmal aklimatisiert bevor es dann weitere 14 km bergauf ging. Oben angekommen bliess uns auch schon kraeftig der Wind um die Ohren und es waren ploetzlich nur noch 5 Grad! Keine angenehmen 27 mehr wie unten in Hilo. Dort oben steht eine Vielzahl von Sternobservatorien, denn hier ist wohl der Himmel am klarsten. Zum richtigen Gipfel geht ging es dann noch ein paar hundert Meter ueber hartgefrorenen Schnee. Die Aussicht war einfach spektakulaer, denn wir konnten viele Vulkankrater, den Mauna Loa, die Observatorien und viele, viele Wolken unter uns sehen, sowie die Sonne, welche sich dann langsam aber sicher verabschiedet hat und dann wurde es ganz rasch noch viel kaelter, so dass es nur noch -1 Grad hatte!!! Eisig kalt, aber wunderschoen.
Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel ging es dann also wieder zurueck zur Lava und schon vom Parkplatz aus konnten wir sehen, dass sie sich schon sehr viel weiter vorangeschoben hat als am Tag zuvor. Mit warmen Kleidern, bisschen Proviant und Taschenlampen ausgeruestet, sind wir dann also los in die dunkle Nacht auf der dunklen Lava und es war kaum etwas zu sehen, ausser das Leuchten der Lava in der Ferne sowie viele andere Taschenlampen weit vor und hinter uns. Es ging auf und ab ueber Lavaberge und so sind wir dann erst nach 1 1/2 Stunden an einem unteren Auslaeufer der Lava angekommen. Das war etwa 2 km weiter unten als am Vortag. Wir wollten eigentlich naeher an den richtig fliessenden Strom heran, jedoch hat sich die Lava schon so dermassen ausgebreitet, dass der Zugang meist versperrt war. Da es schon spaet in der Nacht war und wir keine Lust mehr hatten zurueckzulaufen, haben wir uns entschlossen dicht neben der warmen Lava zu bleiben, den Sternenhimmel geniessend, Sternschnuppen beobachtend (eine hat etwa 2-3 Sekunden hell geleuchtet!) und natuerlich immer wieder mit Blick auf die herabfliessende Lava. Mitten in der Nacht ging es dann ploetzlich wieder richtig los und eine gewaltige Lavamasse schob sich den Hang hinunter. Welch ein Spektakel. Dies fuehrte dazu, dass wir natuerlich nur sehr wenig Schlaf bekommen hatten und alsbald auch von der Daemmerung und einem Regenschauer aufgescheucht wurden. Dieser hatte zudem zur Folge, dass sich an einigen Stellen die Lava wieder einen Weg heraussprengte und weiterfloss und zwar in unserer direkten Umgebung, so dass wir es aus naechster Naehe sehen, erleben und die Hitze fuehlen konnten. Auf dem Rueckweg haben wir dann erst die tatsaechlichen Ausmasse der Lavaausbreitung entdeckt und die ist enorm. Haette ich nicht gedacht, dass sich so eine gemuetlich fliessende Masse so sehr in kurzer Zeit ausbreiten kann. In der Morgensonne sind wir dann, mit weiteren Foto- und Videostopps an Stellen mit austretender Lava, wieder zurueckgelaufen. Nun sitze ich im Hostel, bin noch ueberwaeltigt von den Erlebnissen mit den Naturgewalten der letzten Tage und muss doch gleich wieder zum Flughafen, denn es geht nach Maui. Dort erwartet mich dann eine Walbeobachtungstour sowie Strand und schnorcheln.

In diesem Sinne, ich mach mich mal auf den Weg, ein beeindrucktes Aloha.

Besondere Geburtstagsgruesse gehen an Thomas in Freiburg sowie Tim in Mannheim. Feiert schoen und bis bald!

P.S.: Fotos werden wohl leider erst wieder nach meiner Rueckkehr in 2 Wochen folgen. Sorry!

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