Endlich wieder ein Lebenszeichen von mir ;-)

Hallo an alle die mich und meine Berichte von der Suedinsel Neuseelands schon vermisst haben.

Mich gibt es noch, es geht mir wunderbar, die letzten Wochen waren vollgepackt mit allerlei Aktivitaeten und nun versuche ich ausfuerhlich und in aller Kuerze davon zu berichten. Hier folgt nun erst einmal Teil eins von Picton nach Queenstown, der Rest folgt dann bevor ich mich aus Neuseeland verabschiede!

Also, angefangen hat das Abenteuer Suedinsel mit der Faehrueberfahrt von Wellington nach Picton. Auf der 3stuendigen Fahrt hab ich meist geschlafen, so dass ich hier nicht viel berichten kann, ausser dass es durch den schoenen Marlborough Sound zur Suedinsel ging.

In Picton angekommen ging es dann los mit der Busreise mit „Stray Travel“ durch die Suedinsel. Mit meist orangen Bussen, welche nicht immer so komfortabel waren ging es einmal rundherum, aber der Reihe nach.

Meine erste Station war Nelson, ein kleines, nettes Staedtchen in dem ich jedoch nicht viel gemacht habe abgesehen von die naechsten Wochen planen insbesondere die naechsten Tage.

Diese habe ich mit einer dreitaegigen gefuehrten Kajaktour im Abel Tasman Nationalpark verbracht. Los ging es am fruehen Morgen und zwar per Wassertaxi bis fast ans noerdliche Ende des Nationalparks. Dort haben wir unsere Kajaks und den Proviant fuer die folgenden Tage am Strand abgeladen und dann ging es auch schon los. Bei meist schoenem Wetter, jedoch teilweise deutlich spuerbarem Wellengang von bis zu 2 m Hoehe sind wir dann rund 35 km gepaddelt und haben immer wieder an den vielen tollen, goldenfarbenen Straenden angehalten und ne Pause eingelegt. Abends haben wir dann die Zelte auf den Campgrounds in Strandnaehe aufgeschlagen. Es war sehr schoen, jedoch habe ich es deutlich in den Armen gespuert von der vielen Paddelei.

Wieder zurueck in Marahau in der „Old Mc Donnald’s Farm“ (hehe) hab ich dann gemuetlich meine Sachen fuer die Abreise am naechsten Tag gerichtet, geh mal kurz raus aus meinem Zimmer und wer ist da? Hannes aus Forchheim, den ich von den Pfadfindern in Endingen kenne. In Australien hatte es nicht geklappt uns zu treffen, dafuer in Neuseeland ohne zu wissen dass wir zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind. Spaeter haben sich unsere Wege noch ein paar Mal gekreuzt. Klein ist die Welt 🙂

Von Marahau ging es dann weiter an die Westkueste. Dort haben wir unterwegs in Punakaiki die „Pancake Rocks“ anschauen koennen. Die sehen aus, als waeren hunderte oder gar tausende Pfannkuchen aufeinander gelegt worden. Sehr bizarre Formationen. Weiter ging es dann nach Barrytown. Dort gab’s dann ne froehliche Party mit der ganzen Gruppe, arg viel mehr waren dort auch nicht, denn es leben nur 40 Leute in diesem Ort.

Nachdem dann die meisten am naechsten Tag wieder einigermassen hergestellt waren, ging es dann nach „Franz Josef“. Hier war dann ein Tag ohne Busreise angesetzt, was jedoch nicht zu verwechseln ist mit einem Ruhetag, denn es ging fuer mich schon ziemlich frueh los. Franz Josef ist bekannt fuer seinen Gletscher, welcher ziemlich nahe ans Meer herankommt und bis auf 200 m ueberm Meeresspiegel hinunterreicht. Zudem ist es ein wachsender Gletscher, etwa 50 cm pro Woche! Und diesen Koloss aus Eis habe ich dann erklettert. Mit der notwendigen Ausruestung versehen ging es bis ca. 2 km an den Gletscher ran und den Rest mussten wir ueber Pfade durch den Busch laufen und ueber Stein und Felsen klettern. Bevor es dann richtig aufs Eis ging haben wir uns die Steigeisen umgeschnallt und dann ging es auch schon in die kalte Pracht. An zwei Waenden konnten wir dann jeweils an drei verschiedenen Stellen die Eiswand hochkletter. Zwei Eisaexte in den Haenden und die Steigeisen an den Fuessen, dazu ein Sicherungsseil. Es ist gar nicht so einfach, macht aber jede Menge Spass, ist jedoch auch ungewohnt, besonders wenn man sich dann ohne das Seil zu halten, man hat ja ne Axt in jeder Hand, nach hinten lehnt und sich wieder die 20 m abseilen laesst. Es tat aber gut mal wieder jeden Muskel so richtig zu beanspruchen!

Am naechsten Tag ging es dann weiter die Westkueste entlang bis nach Makarora. Auf dieser Strecke hat es meist geregnet und wir mussten leider auch erfahren, dass ein Bus von Stray verunglueckt ist, er kam bei regennasser Fahrbahn von der Strecke ab und ist die Boeschung hinunter und hat sich einmal ueberschlagen. Dabei eine Englaenderin gestorben und eine weitere schwerer verletzt ist. Die restlichen blieben weitgehend unversehrt. Dieser Bus war drei Tage hinter meinem! Spaeter hab ich dann einige der unversehrten Insassen kennengelernt und sie sind weitergereist.

Wanaka war dann der naechste Stopp von mir und von Sandra, einer Schweizerin aus Luzern mit der ich die naechsten 10 Tage zusammengereist bin. Kurz nachdem wir im Hostel „Matterhorn South“ eingecheckt hatten sind wir an den schoenen See und wollten uns bisschen in die Sonne legen. Dabei war auch Fredrik, ein Schwede, mit dem ich schon Eisklettern war. Ploetzlich sind zwei Kiwis, also Neuseelaender, aufgetaucht und haben uns gefragt ob wir denn gerade beschaeftigt sind, denn sie wuerden gerne Wasserski fahren und braechten noch ein paar „Spotter“ die schauen ob ein anderes Boot in die Quere kommt. Da wir nichts vorhatten, sind wir mit und kurz darauf ging es schon mit ihrem kleinen Jetbootueber den See. Sandra und Fredrik konnten auch mal das „Kneeboard“ ausprobieren, als ich an der Reihe war, wurde leider der Sprit knapp. Auf dem Rueckweg zum Ufer durfte aber jeder von uns mal das Jetboot steuern und die Kiwis haben auch ein paar Spinns, also ne ploetzliche Drehung. Sehr spassig alles zusammen, besonders, dass es umsonst war 🙂

Am Tag darauf sind wir dann weiter nach Queenstown. Dort haben wir jedoch nur eine kurze Nacht verbracht, denn am naechsten Morgen ging es schon wieder weiter. Auf den Routeburn Track, 35 km lang, mit ner Seitenwanderung zum Gipfel rund 40 km bei etwa 700 Hoehenmeter. Mehr hierzu im naechsten Bericht in den kommenden Tagen!

Viele Gruesse vom anderen Ende der Welt, heute aus dem sonnigen Kaikoura, ich muss los, frueh ins Bett, denn ich geh morgen frueh um 5.30 Uhr mit Delfinen schwimmen!!! Es scheint doch noch zu klappen, denn der Wetterbericht ist gut. Drueckt mir die Daumen.

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