Hobbiton und Wildwasser-Action

Wie im letzten Bericht ja schon angekuendigt, sind wir zum einzigen, noch verbliebenden, Drehplatz von Herr der Ringe, und zwar nach Hobbiton oder zu deutsch, Hobbingen.

Nach der Fahrt von Auckland sind wir gerade rechtzeitig in Matamata angekommen um die naechste Tour zu erwischen. Auf dem Gelaende haben wir dann erklaert bekommen was hier gedreht wurde und was nicht, sondern im Studio in Wellington. Von den urspruenglich 35 Hobbithoelen stehen jedoch nur noch 17, der Rest wurde abgerissen, da sie eigentlich ja nur fuer die Dauer der Drehzeit vorgesehen waren. In die Hoehle von Bilbo konnten wir dann auch rein, drinnen gab es ausser dem schoenen Blick nach draussen auf den See und den Festbaum eigentlich nicht viel zu sehen. Insgesamt war es jedoch, dank der ausfuehrlichen Beschreibungen der Tourleiterin, eine sehr nette Tour, abgesehen von dem zwischendurch sehr neuseelaendischen Wetter, naemlich Regen. Nach dieser Tour sind wir dann weiter nach Rotorua gefahren.

Rotorua ist sehr bekannt fuer seine Thermalquellen, aber auch fuer die vielzaehligen Moeglichkeiten des Wassersports. Von diesem Angebot haben wir heute Gebrauch gemacht, denn wir waren am Vormittag zuerst „Wildwater Sledging“ und dann am Mittag „Whitewater Rafting“.
Beim Sledging stuertzt man sich auf einer Art Schlitten den Fluss und die Stromschnellen hinunter, ist staendig komplett im Wasser und man muss natuerlich immer mit den Beinen paddeln. Das hat maechtig Spass gemacht, besonders als wir dann an den Stromschnellen auf den Wellen gesurft sind.
Beim Rafting waren wir dann zu siebt im Boot. Der Tourguide, Martin, Christoph, ich und noch drei Australier, welcher nicht sonderlich faehig waren mit dem Paddel umzugehen. Nach der Einweisungsrunde ging es dann auch schon gleich los ins warme Nass. Es war der gleiche Fluss wie beim Sledging, jedoch ging es von weiter oben los, denn mit dem Boot sind wir dann den hoechsten, kommerziell genutzten Wasserfall hinunter gefahren. Dieser ist 7 m hoch und wir waren dann mit dem kompletten Boot unter Wasser. Beinahe waeren wir auch „geflippt“, also umgekippt, zwei der Australier sind schwuppsdiwupps aus dem Boot gefallen, aber wir anderen konnten gerade noch verhindern, dass das Boot komplett umdreht und so haben wir die beiden auch gleich wieder reinziehen koennen. Die naechsten Stromschnellen konnten wir auch noch ohne groessere Probleme bewaeltigen und zum Schluss sind wir dann nochmals mit dem Boot an der letztzen Stromschnelle gesurft, so dass auch ja jeder nass wurde. Ein herrlicher Spass, nur leider zu schnell vorbei.

Nachdem wir dann von einer Einheimischen noch einen guten Tipp bezueglich einer Thermalquelle bekommen haben, sind wir dann zur unbekannten, aber offen zugaenglichen, „Soda Spring“ gefahren und haben uns in der heissen Thermalquelle erholen koennen. Diese hatte weit ueber 35 Grad, schaetzungsweise bis ueber 40, so dass wir es an der ganz heissen Stelle nicht allzu lange aushalten konnten.

Die weitere Route steht noch nicht exakt fest, morgen fahren wir aber wohl zurueck in Norden, zur „Bay of Plenty“.

In diesem Sinne wassersportliche Gruesse aus der extrem nach Schwefel riechenden Stadt Rotorua und besondere Geburtstagsgruesse an meinen Goetti Bruno und meinen Cousin Thomas in der Schweiz!

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