Ein Traum aus Sand: Fraser Island!

Nachdem ich Bundaberg verlassen hab und noch einen Tag in Hervey Bay verbracht habe an dem so gut wie alles schief lief, z.B. hat es den ganzen Tag heftig geregnet, Alternativprogramm ins Reef World zu gehen ist daran gescheitert, dass dieses erst gar nicht geoeffnet war usw… Da ich aber zwei sehr nette Maedels aus Deutschland getroffen habe, kann ich diesem Tag doch noch etwas positives abgewinnen 🙂

Aber am naechsten Tag als ich nach 2 Stunden Busfahrt in Rainbow Beach angekommen bin, waren dann die eher langweiligen letzten Tage wieder vergessen, denn dort habe ich die beiden Hollaender, Peter und sein Kumpel Tim, wiedergetroffen 🙂
Am Nachmittag gab es dann im Hostel ein Briefing fuer die Self-driving-tour nach Fraser Island mit Gruppeneinteilung. Diese sah wie folgt aus. Peter, Tim und ich sowie 7 Maedels (Gesa, Franzi, Sonja, Katha, Sabine, Diana, Henrike) aus Deutschland und eine Schweizerin (Karin) 😎
Nach dem ersten Beschnuppern konnten wir gleich feststellen, dass wir eine super Truppe hatten und so war auch die Vorfreude auf die naechsten drei Tage auf der groessten Sandinsel der Welt sehr gross.
Montag morgen ging es dann also los. Nach weiteren Erklaerungen zu dem Jeep und der Fahrweise im Sand auf Fraser ging es dann endlich per 7-minuetiger Fahrt mit der Faehre auf die Insel wo der Spass so richtig beginnen konnte. Die
Fahrer in den naechsten drei Tagen waren Peter, Gesa und ich 🙂 
Es war besonders im weichen, tiefen Sand eine echte Herausforderung, aber es hat maechtig viel Spass gemacht und wir sind nie richtig stecken geblieben 🙂

Der erste Weg ging auch gleich zum bekannten Lake McKenzie und es war fantastisch. Ein sehr schoener und grosser See mit kristallklarem Wasser und feinem weissen Sand. Nach der wohltuenden Erfrischung ging es dann noch per Buschwanderung zum Pile Valley bevor wir anschliessend zu unserem ersten Campground. Kaum haben wir uns eingerichtet bekamen wir auch schon Besuch von Dingos. Die wollten uns auch gleich was klauen, hat aber (noch) nicht geklappt, so dass einer zum Camp daneben ging und dort den Muellsack geschnappt hat. Ich bin jedoch gleich hingerannt und hab ihn vertrieben, so dass der Dingo den Sack hat fallenlassen. Allerdings war es recht schwierig ihn richtig zu vertreiben, denn er kam immer wieder zurueck sobald ich aufgehoert habe Laerm zu machen. Die sind echt schon zu sehr an Menschen gewoehnt und wissen dass es in den Camps Futter gibt.
Waehrend unserem Abendessen kam dann nochmals einer aus dem Dunklen und hat eine Tuete Chips von uns geklaut, diese lag nur ca. 1 m neben uns!!!
Die halbleere Tuete hab ich dann spaeter ca. 25 m vom Camp entdeckt.

Der zweite Tag begann mit einer laengeren Fahrt am Strand entlang zu Indian Head, dies ist der noerdlichste Punkt zu dem wir mit unserem Wagen fahren durften. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Maheno Schiffswrack vorbei und konnten bestaunen wie das Salzwasser im Laufe der Zeit dieses Schiffswrack auseinandernimmt.
Am Indian Head kann man direkt bis zum Ende des Felsen laufen, bevor es dann ca. 100 m senkrecht in die Tiefe geht. Aus der Ferne konnten wir ein paar Manta Rays (sehr grosse Rochen) entdecken und natuerlich die wunderbare Aussicht geniessen.
Den Nachmittag haben wir dann am Eli Creek verbracht, denn wenn man am Strand faehrt, dann muss man sich ja schliesslich nach den Gezeiten richten und kann nicht immer fahren. Der Eli Creek fliesst direkt von der Insel in das Meer und besteht aus klarem Suesswasser. Er ist nicht sehr tief, aber zum reinlegen und sich von der Stroemung mittreiben lassen reicht es aus. Zudem ist es auch einfach mal schoen am Strand der groessten Sandinsel zu liegen. Am Abend haben wir dann in der Naehe (ca. 1 – 1,5 km) des Maheno Wracks gecampt. Diesmal haben wir nur einen Dingo vorbei schleichen sehen. Am spaeten Abend haben wir elf noch einen einstuendigen Nachtspaziergang zum Maheno Wrack unternommen und es uns bei Mondschein angeschaut. Auch sehr schoen, aber schlecht zu fotografieren…
In der Nacht hat es mal kurz 10 Minuten heftig geregnet, aber dann war auch wieder gut.

Der dritte und auch schon letzte Tag begann wieder mit einem gemuetlichen Fruehstueck bevor es dann zu unserer letzten Station ging, dem Lake Wabby. Um zu diesem zu gelangen muss man erst rund 800 m durch ein Stueck Wald laufen und anschliessend etwa 1,5 km ueber eine grosse Sandduene. Beim Loslaufen haben einige von uns, mich eingeschlossen, einen kleinen Fehler begangen, den wir aber erst spaeter bemerken sollten. Nach dem doch recht anstrengenden Marsch durch die „Wueste“ tat sich ploetzlich ein wunderbarer See vor uns auf. Wiederum mit klarem Wasser, direkt hinter der Sandduene. Also runter mit dem Klamotten und rein zur Abkuehlung. Ich wollte gar nicht mehr raus, aber dank der Gezeiten mussten wir schon um halb eins wieder zur Faehre. Deshalb noch schnell paar Mal die Sandduene runterkullern lassen und nochmals rein ins Nass. Sehr spassig, nur wird das sehr schnell und danach weiss man nicht mehr so genau wo oben und unten ist 😀
Dann ging es also zurueck, wieder die Sandduene rauf und kaum kamen wir in die Senke wurde uns unser Fehler schlagartig bewusst. 8 von uns gingen naemlich barfuss und der Sand wurde heiss wie Feuer. Das hat gebrannt ohne Ende und so sind wir dann losgerannt bis wir an paar Buschen bisschen Schatten hatten um unsere Fuesse kurz abzukuehlen und dann weiter zum naechsten Busch. So ging das die naechsten 1,5 km bis an den Strand wo das Meer Abkuehlung versprach. Das war einfach herrlich, aber wenn ich daran denke, dann brennen meine Fusssohlen immer noch!
Kurz darauf mussten wir dann auch bei der Faehre sein und nach der Rueckkehr in Rainbow Beach dann auch noch das Auto wieder grob reinigen, aber das ging relativ schnell. Im Hostel haben wir dann den Abend gemuetlich ausklingen lassen und festgestellt, dass einige von uns am naechsten Tag nach Noosa fahren und so bin ich nun mit drei der Maedels (Franzi, Sonja, Katha) unterwegs und es macht sehr viel Spass nicht alleine zu sein. Heute haben wir dann noch Henrike in Noosa wiedergetroffen und sie wird uns ab morgen begleiten.

Morgen frueh gehts nach 2 Naechten in Noosa weiter gen Sueden, in den Australia Zoo. Das ist der Zoo vom (verstorbenen) australischen Superhelden und Krokodiljaeger Steve Irwin. Vor knapp 2 Wochen wurde eine Statue mit ihm, seiner Familie und nem Krokodil eingeweiht. Bin mal gespannt wie das dann wird. Nach dem Besuch im Zoo werden wir dann weiter nach Brisbane fahren wo wir ein paar Tage bleiben. Sehr wahrscheinlich werden wir dort auch wieder Peter und Tim treffen.

Wie die weitere Planung aussieht weiss ich noch nicht genau, denn hier ist Hochsaison und Schulferien und wie ich gehoert habe sind einige der Stationen die ich noch anfahren will wohl ziemlich ausgebucht. Aber das werde ich dann von Brisbane aus schauen, morgen geniesse ich erst einmal den Tag im Zoo und heute Abend kochen wir wieder gemeinsam was feines.

Heute waren wir im Noosa Heads National Park und sind insgesamt etwa 10 km gelaufen, davon etwa 5 entlang der Kueste. Sehr schoene Aussicht, doch leider haben wir keinen der im Park lebenden Koalas entdecken koennen. Dann halt eben morgen im Zoo.

Es geht mir also weiterhin blendend und das Wetter spielt auch wieder mit!
Das wars was ich in der letzten Woche erlebt habe, demnaechst wieder mehr.
An den PCs hier im Hostel kann ich leider auch keine Fotos hochladen, so dass auch diese erst spaeter folgen koennen. Geht leider nicht anders, aber irgendwann wird es doch mal wieder moeglich sein, dann lasse ich es euch natuerlich wissen.

In diesem Sinne, viele Gruesse von Noosa Heads an der Ostkueste!

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