Great Barrier Reef und Regenwald

So, da bin ich wieder nach ein paar aufregenden und erlebnisreichen Tagen von denen es viel zu berichten gibt.

Kurzfassung: Tauchen, Schnorcheln, Segeln, Schlafen in der Haengematte an Deck unter Sternen, Regenwald, River Cruise mit Krokodilen, Strand, Jungle Surfing und Exotic Fruit Testing!!!

Los ging es also am Samstag frueh morgens, nach einer wiederum kurzen Nacht, jedoch hab ich es diesmal, anders als am Donnerstag, geschafft das Boot zu erreichen, so dass ich mich auf das Great Barrier Reef freuen konnte. Kurz nach der Hafenausfahrt begann jedoch die Schaukelei und nach dieser kurzen Nacht ging es mir dann da nicht wirklich gut…
Nachdem ich dann meine Seekrankheit ueberwunden hatte und wir am ersten Teil des Riffs waren, wurden wir von der Crew eingewiesen wo wir hinschwimmen und schnorcheln koennen sowie was sonst noch zu beachten ist und dann ging es ab ins warme Nass. Dieses Mal mit meiner kleinen Kamera, denn ich hab mir eine wasserdichte Huelle, bis zu 5 m Tiefe, also nicht zum Tauchen geeignet, gekauft, damit ich Fotos von der Unterwasserwelt schiessen kann. Was ich da so entdeckt habe, das koennt ihr im Fotoalbum ansehen, die besten habe ich eingestellt!

Nach der ersten Schnorcheltour ging es dann richtig zur Sache. Der Einfuehrungstauchgang stand an und ich war doch sehr gespannt wie das wird. Nachdem die schwere Ausruestung angelegt war, ging es auch schon per Sprung vom Boot ins Wasser. Kaum drin, hab ich auch schon das meiste vergessen was sie uns erklaert haben, denn es war doch sehr unnatuerlich unter Wasser zu sein und doch zu atmen. Nach ca. 5 Minuten hat sich dann die Nervositaet gelegt und es konnte losgehen. Unter Fuehrung des Tauchlehrers ging es zum Korallenriff und es war sehr spannend. Das Schwierigste am Tauchen ist Atmung unter Wasser, so dass ich mich sehr darauf konzentrieren musste und nebenbei die Korallen und Fische von weiter unten betrachtet habe. Es ging runter bis auf 10,20 Meter!
Ich bin froh, dass ich es mal ausprobiert habe, jedoch gefaellt mir persoenlich das Schnorcheln besser, da oben ist es heller und die Farben der Korallen und Fische sind viel leuchtender.

Die Zeit vor dem Sonnenuntergang, welcher leider von Wolken verdeckt war, hab ich dazu genutzt von saemtlichen moeglichen Stellen des Bootes ins Wasser zu springen. Ein Heidenspass war dass 😎

Uebernachten haette ich in einer kleinen Kajuete unter Deck sollen. An Deck war jedoch eine grosse Haengematte und nachdem ich da schon fast den ganzen Abend verbracht hatte, habe ich beschlossen unter den Sternen zu schlafen. Viel geschlafen hab ich jedoch nicht, denn die Sterne und die Schaukelei, sowie ein frischer Wind hielten mich meist wach. Es war jedoch trotzdem eine sehr schoene Nacht und der Sonnenaufgang war ebenso fantastisch. Da es jedoch so schnell ging und meine Kamera unter Deck war, gibts da ausnahmsweise kein Foto davon…

Der zweite Tag begann wie der erste aufgehoert hat. Mit einem Sprung vom Boot und dann ging es ab schnorcheln. Da die Sonne nun besser stand, war es optimal fuer Fotos 🙂
Gesichtet habe ich neben unzaehligen Fischen und Korallen auch einen Hai, ca. 1,50-2 m. Nachdem ich naeher ran wollte, kam jedoch jemand anderes von der Seite und hat in leider verscheucht. Die Schildkroete blieb leider den anderen vorbehalten 🙁
Alles in allem waren es zwei unvergessliche Tage auf der Vagabond und dem Great Barrier Reef!!!

Kaum zurueck in Cairns, ging es auch schon wieder mit den Englaendern aus meinem Zimmer los, diesmal jedoch nicht so lange, so dass ich am Montag dann ohne Beschwerden den Weg Richtung „Cape Tribulation“ antreten konnte.

Die erste Station war „Mossman Gorge“. Abermals eine Moeglichkeit in einem Fluss zu schwimmen, die kleineren Wasserfaelle runterzurutschen und sich zu erfrischen, denn das Wasser war ziemlich kuehl!
Anschliessend ging es dann in das „Daintree Rainforest Sanctuary Habitat“. Dort kann man einige der Tiere des Regenwaldes betrachten, wie z. B. den groessten Vogel Australiens, nein, nicht der Emu, sondern der Cassowary. Dieser wird bis zu 2 m gross und ist sehr bedroht. Er hat ein Horn auf dem Kopf, einen blauen Hals und nen langen roten Lappen am Hals. Zudem gab es noch andere Voegel, Kaengurus, Koalas und Krokodile zu sehen.
Danach ging es auf eine River Cruise und da konnte ich dann das erste Krokodil in freier Wildniss „erlegen“. Wenn auch nur mit der Kamera, aber immerhin aus ca. 5 m Entfernung. Insgesamt konnten wir drei Krokodile sichten, zwischen 2 und 4,5 m lang!

Bevor es dann zum Hostel in „Cape Tribulation“ ging, wurde noch ein kurzer Stopp an der Exotic Fruit Ice Creamery eingelegt, wo wir exotische Eissorten probieren konnten. Sehr speziell, aber gut.
Das Hostel war direkt im Regenwald und der Regenwald ist hier direkt am Strand. Deshalb heisst es dort ja auch „Rainforrest meets Reef“. Nirgens anders in der Welt treffen zwei Weltkulturerbe aufeinander. Hier sind es der Daintree National Park und das Great Barrier Reef.
Den Abend habe ich dann mit einem Spaziergang am Strand und ner Runde im Pool ausklingen lassen. Im Meer sollte man besser nicht schwimmen, denn es koennen entweder Krokodile im Wasser sein oder aber, und noch viel gefahrlicher und mit toedlicher Garantie, „Stingers“ oder „Box Jelly Fish“, also Quallen die einen in ca. 3 Minuten ins Jenseits befoerdern!!!

Der Dienstag begann mit einem gemuetlichen Fruehstueck bevor es dann zum naechsten Nervenkitzel Abenteuer ging: Jungle Surfing.
Da wird man mit Gurten und Seilen gesichert und rast dann an einem Drahtseil von einer Platform zur naechsten durch den Regenwald. Die hoechste Platform ist auf 19,5 m. Der hoechste Abstand zum Boden ca. 23 m. Teilweise ging es rasend schnell und die letzte Strecke ging dann „upside down“ also mit dem Kopf nach unten! Ein riesen Spass leider war es viel zu schnell vorbei.
Nach einem kurzen Sprung in den Pool, welcher jedoch nur kurzzeitig eine Abkuehlung brachte, ging es dann zum Exotic Fruit Testing. Da gab es dann so feine oder interessant schmeckende Fruechte wie „Tahitian Lime, Breadfruit, Longan, Ice Cream Bean, Black Sapote, Jaboticaba, Solo Papaya, Star Apple, Rollinia, Soursop“ zu probieren. Sehr interessant und ungewoehnlich, da bis auf Lime und Papaya der Rest bei uns so gut wie unbekannt ist. Und die Papaya hat deutlich besser geschmeckt als die ausm Supermarkt, egal ob daheim oder in Australien!

Nach dem Fruittesting ging es nochmals kurz an den Strand und bis zu den Knie in das ca. 28 Grad warme Wasser, bevor es dann auf direktem Weg zurueck nach Cairns ging.

Nun habe ich mich entschieden, noch 2 Tage laenger in Cairns zu bleiben und dann mit dem Greyhound Bus gen Sydney zu fahren. Los geht es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag kurz nach Mitternacht. Ziel ist Airlie Beach, denn von dort geht es dann am Samstag fuer 3 Tage und 3 Naechte zu den Whitsunday Islands. Ein weiterer Segeltoern wo ich dann Regina und Michael aus Endingen treffe und mit Sicherheit meine Kamera erneut unter Wasser einsetzen kann.

Sobald ich alle Fotos ins Album eingestellt und kommentiert habe, gibt es, wie gewohnt, eine kurze Nachricht an gleicher Stelle.

In diesem Sinne, viele Gruesse aus dem sonnig warmen Cairns.

Zudem noch allerliebste Geburtstagsgruesse an meine liebe Mutter, an Anke und an meine Gotti Erika!

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