In 10 Tagen von Perth nach Exmouth, in Karijini National Park und zurueck

So, ich bin wieder heil zurueck von meinem 10taegigen Trip in den Nordwesten der Kueste entlang bis nach „Exmouth“ und dann in den „Karijini National Park“.

Doch eins nach dem anderen. Es war sehr schoen, wenn auch anstrengend da wir, eine Gruppe von 15 Personen plus Reisefuererin, meistens frueh aufstehen mussten, zwischen 5 und 7, und fast jeden Tag mehrere hundert Kilometer gefahren sind. Insgesamt etwa 3.500 – 4.000 km!

Der Start war am 7.9. morgens um 7 Uhr in Perth. Nachdem dann endlich alle im Bus verfrachtet waren, ging es los. Die erste Station war die „Pinnacles Desert“. Dort sind mitten in der Wueste unzaehlige groessere und kleinere Felsen, meist in spitzer Form zu sehen. Da es hier heftig geregnet hat, zum letzten Mal fuer die naechsten 9 Tage, sind wir schnell weiter gefahren nach Geralton und Richtung „Kalbarri National Park“. Da wir spaet ankamen konnten wir den tollen Meeresausblick von dem Haus gar nicht geniessen. Dafuer waere ich beinahe mit einem anderen zusammen in die Luft geflogen, denn wir haben mit dem etwas alten Gasherd die Nudeln kochen muessen. Hat soweit auch geklappt, jedoch hab ich wohl noch den Grill eingeschaltet, bzw. die Gaszufuhr dazu. Nach etwa 10 Minuten gab es einen heftigen Knall und der Herd flog fast auseinander. Da wir gerade in der anderen Seite der Kueche standen haben wir nach der Explosion nur noch die Stichflamme gesehen und nichts weiter abbekommen. Also nochmals Glueck gehabt 🙂 Das Essen hat dann auch noch geschmeckt…

Am naechsten Tag ging es dann rein in den „Kalbarri National Park“ zur „Murchinson Gorge“ (gorge = enge Schlucht) wo wir einen Blick durch „Natures Window“ werfen konnten und gleich das erste Gruppenfoto gemacht wurde. Anschliessend ging es noch zu „The Loop“ und „The Z-Bend Gorge“. Dies war jeweils mit ein bisschen bushwalking verbunden. Auf dem Weg nach „Monkey Mia“ ging es noch zum „Shell Beach“ der eigentlich nur aus Muscheln besteht, teilweise bis zu 7 m! Danach ging es noch nach „Shark Bay“ wo wir jedoch leider keine Haie gesichtet haben.

Tag 3 begann etwas spaeter, aber noch rechtzeitig zur Delfin-Fuetterung in „Monkey Mia“. Dort kommen jeden Morgen etwa ein Dutzend Delfine und lassen sich fuettern. War ganz nett anzusehen. Danach haben wir noch bisschen Beachvolleyball gespielt. Dabei hat mein Knie leider die Bekanntschaft mit dem Beton unter dem Sand gemacht. Aber sah schlimmer aus als es war, bzw. immer noch ist. Anschliessend ging dann die Fahrt weiter via „Carnarvon“ nach „Coral Bay“.

An Tag 4 konnten wir dann den halben Tag das „Ningaloo Reef“ bei „Coral Bay“ erkunden. Ich habe mich entschieden an der Kajaktour teilzunehmen. So sind wir dann mit einigen Kajaks und Fuehrer sowie Schnorchelausruestung zum Korallenriff gepaddelt und sind dann dort ins Wasser zum Schnorcheln. Wir konnten im Riff jede Menge unterschiedlicher Korallen und Fische verschiedenster Farben und Groessen sehen. Zudem kamen dann noch ein paar Haie zu Besuch. Am Anfang ein komisches Gefuehl, aber da diese ja auch „nur“ bis 4 m lang waren, kamen wir nicht als Futter in Betracht. Lustig war es dann der Schildkroete beim Schwimmen und Fressen aus 1-2 m Entfernung zuzuschauen. Am Nachmittag sind wir dann noch das relativ kurze Stueck nach Exmouth gefahren.

Tag 5 begann mit einem Abstecher in den „Cape Range National Park“. Anschliessend ging es dann wieder ans Meer zur „Turqoise Bay“ wo wir nochmals bisschen schnorcheln konnten und uns ansonsten von der Sonne am Strand grillen konnten. Das hat bei dem meisten auch geklappt, so dass viele einen Sonnenbrand hatten, ich auch, zum Glueck nur einen mittleren. Ein Englaender und ne Kanadierin waren knallrot! Zum Sonnenuntergang sind wir dann zum „Vlahming Head Lighthouse“ von wo aus man auch Wale an der Kueste vorbeiziehen sehen kann. Ausser den Fontaenen die sie in die Luft blasen, haben wir jedoch nicht viel von den Walen sehen koennen.

Der sechste Tag war dann wieder ueberwiegend von der Fahrerei im Bus gepraegt. Dieser war ein nicht wirklich komfortabler Bus, der beim Befahren der „dirt roads“ maechtig gescheppert hat. Zum Glueck waren noch ein paar Sitze frei, auch der neben mir, so konnte ich mich bisschen ausstrecken. Zumindest so gut das in dem Ding eben ging. Nach einem Zwischenstopp in der Bergwergsstadt „Tom Price“ ging es dann in den „Karijini National Park“ der in der „Hamersley Range“ liegt. Unser Lager haben wir im „Savannah Camp Ground“ aufgeschlagen, bzw. es stand eigentlich schon. Die naechsten drei Naechte haben wir dann in „swags“ entweder im Zelt oder draussen geschlafen, so wie ich. Von den ueber 30 Grad die es tagsueber hatte, war nachts nicht mehr viel uebrig, denn es wurde ziemlich kalt und es wurde recht frisch in dem nicht wirklich guten Schlafsack den ich hier gekauft habe.

Tag sieben und acht haben wir komplett im „Karijini National Park“ verbracht und uns nach kurzen Busfahrten und laengeren Bushwalks die verschiedenen „Gorges“ und Wasserfaelle angeschaut, als da waeren „Dales Gorge“, „Fortescue Falls“, „Fern Pool“, „Circular Pool“, „Weano Gorge“ und „Hancock Gorge“ wo wir dann noch nach dem „Spider Walk“ in „Kermits Pool“ gesprungen sind. In den verschiedenen Pools konnten wir schwimmen und teilweise reinspringen. Das Wasser war von sehr erfrischend bis warm, je nach Sonneneinstrahlung. In saemtlichen Schluchten und zu den Pools mussten wir klettern, balancieren und an schmalen Felsabhaengen entlang hangeln um ans Ziel zukommen. War nicht immer ganz einfach, aber es hat eine Menge Spass gemacht und sich auf jeden Fall gelohnt. Auch wenn meine Trekkingschuhe nach vielen Jahren ihren Dienst quittiert haben, indem sich bei einem die Sohle geloest hat und ich dann den halben Tag 8 und den Rest mit unsicherem Halt umher laufen musste.

An Tag 9 hat sich dann die Gruppe getrennt, die meisten sind weiter nach Broome und einige dann anschliessend noch weiter bis nach Darwin. Ich bin mit drei anderen und neuem Reiseleiter vom „Karijini National Park“ ca. 750 bis zu einer Schaffarm gefahren, wo wir zwar in ner Huette in Zimmern und Betten uebernachtet haben, aber da die Bude nicht dicht war, war es fast noch kaelter als die Naechte zuvor in den „swags“.

Tag 10 sah dann aus wie der Tag zuvor, ausser lesen und schlafen im Bus haben wir nicht viel gemacht. Noch einen kurzen Zwischenstopp in „New Norcia“, der einzigen Missionstadt in Australien, aber war nicht sonderlich spektakulaer. 70 km vor Perth hat es dann wieder angefangen zu regnen, juhu.

Nachdem ich mir dann den roten Sand der letzten Tage endlich mal wieder richtig hab abwaschen koennen, bin ich dann am Abend hier in Perth nochmals in den „Kings Park“ und hab ein paar Nachtfotos von der Skyline geschossen. Hoffe ich kann die Bilder demnaechst online stellen, denn an dem PC an dem ich hier in der „State Library of Western Australia“ sitze funktioniert der USB-Anschluss nicht. Kommt aber in den naechsten Tagen noch!

Heute war Shopping-Tag, denn ich musste mir ja neue Trekkingschuhe fuer den Rest meiner Reise besorgen und das hat eine ganze Weile gedauert bis ich ein paar gute gefunden hab die nicht so uebermaessig teuer sind. Hoffe doch mal die sind schnell eingelaufen.

Ich werde jetzt noch bis Mittwoch morgen in Perth bleiben, dann geht es nach Fremantle an die Kueste, ca. 30-45 Min von Perth entfernt. Von dort werde ich dann noch nach „Rottnest Island“ gehen bevor ich am Samstag nochmals kurz zurueck nach Perth komme und dann am Sonntag endlich und gut 2 Wochen spaeter als urspruenglich gedacht, den „Indian-Pacific“ (Zug) nehme um dann knapp 2 Tage spaeter in Adelaide anzukommen.

So, hoffe das war nicht allzu viel auf einmal, hab versucht mich einigermassen kurz zu halten, aber ist halt schwierig wenn man in so kurzer Zeit so viel tolles sieht.

Viele Gruesse aus dem sehr wechselhaften (Wolken-Regen-Sonne-Regen-Wolken…) Perth

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Ein Kommentar zu In 10 Tagen von Perth nach Exmouth, in Karijini National Park und zurueck

  1. phlippi sagt:

    Hi Philippe, ich beneide dich um die schöne Reise. Diese 10-Tagereise kann man dort Buchen oder? Klingt sehr spannend! Die würde ich gerne auch mal machen und mit 15 Leuten die man dort neu kennenlernt, wäre auch was für mich :). Bei mir gibts auch noch nichts neues. Ich warte immer noch auf die entscheidende Klausur und ein neues WG-Zimmer habe ich immer noch nicht im Mainz gefunden. Viel spass im Bremer Wetter (Wolken-Regen-Sonne-Regen-Wolken) Gruß Philipp

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